Von BossHoss bis Schüttorf von 1927 |
||
|
Biker - Von BossHoss bis Schüttorf von 1927
|
Wie viele Motorräder sind bei der Öffentlichen versichert?
Ca. 16.700 Motorräder einschließlich der Roller über 125 ccm. Wenn wir die Quads, Trikes, und
LKRs mitzählen, liegen wir bei rund 21.000 Fahrzeugen
Was zeichnet Ihre Motorradkunden aus? Beschreiben Sie uns den typischen Kunden.
Generell: Motorradfahren ist nur noch selten ein Hobby der jüngeren Generation, was auch an den
Kosten für Führerschein, Anschaffung und Schutzkleidung liegt. Das Motorrad ist überwiegend ein
Hobbyfahrzeug und nicht einfach nur die günstigste Form der Fortbewegung wie zu Zeiten des
Wiederaufbaus.
Wie viel PS hat die stärkste Maschine, die bei der Öffentlichen versichert ist, welches Motorrad ist die älteste Maschine?
Die stärkste Maschine ist eine BossHoss mit 195 kw – ein Schwergewicht mit einem
amerikanischen V8-Automotor, das ist übrigens nicht die stärkste Version am Markt. Das älteste
Fahrzeug ist eine deutsche Schüttorf von 1927.
Was kostet die Versicherung eines Motorrades. Geben Sie uns ein Beispiel.
Ich nenne Ihnen die Preise für ein Mittelklasse-Fahrzeug mit 57 kw / 78 PS im Normaltarif mit
100% Beitragssatz. Die monatlichen Beiträge betragen nach dem aktuellen Tarif für
die Haftpflicht inklusive Schutzbrief 7,09 Euro
die Teilkasko mit 150,- Euro Selbstbeteiligung liegt bei 3,30 Euro, eine Vollkasko mit
mit 300,- Euro SB inklusive Teilkasko mit 150,- Euro SB liegt alternativ bei rund
51,84 Euro.
Bei Haftpflicht und Vollkasko reduzieren sich die Prämien später durch die Nachlässe für
schadenfreies Fahren.
Worauf sollte ich beim Abschluss der Versicherung meines Motorrades achten?
Zunächst: der Preis ist nicht alles! Es verstecken sich hinter unterschiedlichen Prämien oftmals
auch sehr unterschiedliche Leistungen. Ganz besonders macht sich das bei Kasko-Versicherungen
bemerkbar – ist z.B. nur der nach dem Bundesjagdgesetz definierte Wildunfall in der Teilkasko
enthalten, oder ist bereits eine Erweiterung auf Tierunfälle im Allgemeinen enthalten?
Zum Umfang: Haftpflicht muss sein, sonst darf ich meine Maschine nicht im Straßenverkehr
bewegen; Schutzbrief und Kasko sollten genauso überlegt sein wie eine private Unfallversicherung,
die nicht nur beim Fahren, sondern rund um die Uhr Deckung bietet – und die meisten Unfälle
passieren bekanntlich im Haushalt.
Was sind die häufigsten Versicherungsfälle, mit denen die Kunden zu Ihnen kommen?
Bei den wenigen von Motorradfahrern verursachten Haftpflichtschäden sind in weniger als 20% der
Fälle Personen zu schaden gekommen.
Bei der Teilkaskoversicherung dominieren Teilediebstahl, Glasbruch- und gelegentlich
Sturmschäden, wenn das im Freien geparkte Fahrzeug von einer Sturmböe umgeworfen wurde. Aber
eigentlich gehört ein Mopped in eine Garage, gelle? Totalentwendungen lassen sich so weitgehend
vermeiden. Auch Wildschäden sind schon eher die Ausnahmen – ich denke, hier herrscht mehr
Vorsicht am Lenker als am Lenkrad.
Welche Informationen brauchen Sie zur Bearbeitung des Versicherungsfalles? Welche Informationen muss Ihnen der Kunde in welcher Form dokumentieren?
Grundsätzlich gehören die „W“-Fragen zur Schadenregulierung:
- Wann? Tag und Uhrzeit
- Wo? genaue Ortsangabe, Besonderheiten der Unfallstelle
- Wer? Beteiligte & Fahrzeuge, Zeugen, Polizei bei unklarer Sachlage oder größeren Schäden
- Wie? Hergang, Ursachen
- Was? welche Schäden / Verletzungen
Es schadet nicht, selbst Fotos vor Ort zu erstellen; auch etliche Handys sind dafür
geeignet.
Um sich in der Stresssituation eines Unfalls die Sache zu vereinfachen, gibt es den
Internationalen Unfallbericht, mit dem die Beteiligten die notwendigen Informationen austauschen
können. Den sollte Ihre Agentur für Sie bereithalten.
Hinweis der Redaktion: Am Ende dieses Artikels haben Sie die Möglichkeit zum Download des
Unfallberichts.
Motorräder sind häufiger in Unfälle verwickelt als Pkw. Woran liegt das?
Eine solche Statistik kenne ich nicht. Wohl aber die Aussage, dass bei Unfällen zwischen
Motorrädern und sonstigen Kraftfahrzeugen die Motorradfahrer nur in einem Drittel der Fälle die
Verursacher sind – in fast allen Fällen aber die Leidtragenden.
Motorräder werden leider oft übersehen – trotz Tageslichtpflicht – und oftmals
unterschätzt bezüglich ihrer Geschwindigkeit sowie überschätzt hinsichtlich ihres
Ausweichvermögens.
Wie kann ich mich vor der Unfallgefahr schützen?
Generell sollte unter dem Aspekt der Sicherheit gelten: Fahren nur mit einem technisch
einwandfreien Fahrzeug und nur dann, wenn die mentale und physische Verfassung in Ordnung sind. Und
als Zweiradfahrer muss ich im eigenen Interesse für alle anderen Verkehrsteilnehmer mitdenken.
Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit sowie ggf. nicht zu erkennende widrige
Straßenverhältnisse sind wohl die Hauptursachen für einen Großteil der sogenannten Alleinunfälle.
Auf welche Kriterien sollte ich bei der Auswahl meiner Schutzkleidung achten?Sie sollte tatsächlich auch eine Schutzfunktion haben und der Witterung angepasst sein; wer
schwitzt oder friert beim Fahren, verliert schnell seine Konzentrationsfähigkeit.
|
|
Wer bietet ein Fahrsicherheitstraining speziell für Motorradfahrer in der Region an?
Mir persönlich bekannt sind die Trainings des ADAC und auch Aktivitäten einzelner Fahrschulen.
Hier hilft aber sicher ein Blick ins Internet, um weitere Angebote herauszusuchen.
Gegen welche Folgeschäden oder –kosten eines möglichen Unfalls sollten sich Motorradfahrer über die Kfz-Versicherung hinaus versichern?
Ganz klar im Vordergrund steht hier die eigene Person, also eine Unfallversicherung und für alle
noch-nicht-Rentner eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit – die staatlichen Leistungen sind
hier seit Jahren äußerst bescheiden.
Thema Diebstahl: Wie muss mein Motorrad ab- oder angeschlossen sein, damit die Versicherung im Falle eines Diebstahls den Schaden ersetzt?
Die standardmäßigen Sicherungen – also Zünd-/Lenkschloss - sind auf jeden Fall zu nutzen;
am besten auch in der Garage. Beim Abstellen im Freien sind oftmals auch Bremsscheiben- und/oder
Kettenschlösser hilfreich – und hier sollte unbedingt auf Qualität geachtet werden, die
billigen Teile sind für Profis kein Hindernis.
Herr Daut, Sie fahren eine Honda GoldWing. Was macht für Sie den Reiz am Motorradfahren aus?
Es gibt aus meiner Sicht nicht den Reiz, sondern verschiedene Aspekte. Da ist natürlich schon
die Art der Fortbewegung an sich mit den unterschiedlichsten Ausprägungen. Es gibt ja auch nicht
den Motorradfahrer, so wie es ebenfalls nicht den Autofahrer gibt. Für jeden Einsatzzweck gibt es
das passende Fahrzeug. Dann ist für viele Motorradfahrer das Gruppenerlebnis wichtig – andere
wiederum schätzen bei Ihrem Hobby eine gewisse Unabhängigkeit bis zur gewollten Einsamkeit.
Ich genieße es, mit Sozia und Clique die verschiedensten Gegenden zu erkunden und dabei
entspannt herumzukommen, gemeinsam einen Teil der Freizeit zu genießen.
Was war Ihre bisher eindrucksvollste Tour, die Sie mit einem Motorrad unternommen haben?
Da kann ich keine Spitzenwertung abgeben, aber toll in Erinnerung sind mir die Reise zu
Motorradtreffen in England und Irland, die Reise rund um Skandinavien einschließlich Nordkap,
Urlaube in den Dolomiten, den Pyrenäen, der Toskana sowie die Reisen in den USA.
Empfehlen Sie uns einige Ihrer Lieblingsstrecken in der Region
Hier sind der Harz und das Weserbergland die klaren Favoriten, da sich wunderbare
Tagestouren mit verschiedensten Zielen gestalten lassen nach dem Motto: Kurven, Kuchen und Kultur.
Wohin kann ich mich wenden, wenn ich als Motorradfahrer Kontakt zu anderen Motorradfahrern suche?
Im Internet gibt es viele Seiten, die Hinweise auf Stammtische, Interessengemeinschaften, Clubs
und Vereine jeglicher Couleur bieten. Der Markt an Hobbyzeitschriften zum Thema Motorrad ist
äußerst vielfältig; auch darin finden sich viele Adressen und Veranstaltungshinweise.
Gibt es bestimmte Termine oder Treffpunkte, die sich Motorradfahrer aus der Region merken sollten?
Als Termin ist in der Region seit Jahren der letzte Samstag im April bekannt: die Gedenkfahrt
der acm (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer) mit anschließendem Gottesdienst im
Braunschweiger Dom. Auch das Oldtimertreffen am 1. Mai sowie die Harz-/Heide-Fahrt des
Veteranenclubs im ADAC haben eine hohe Attraktivität für Motorradfans.
Traditionelle Treffpunkte sind u.a. im Elm am Parkplatz Tetzelstein, im Oberharz am
Torfhaus, im Weserbergland am Köterberg oder auch Bike-City in Uslar. Und immer wieder zahllose
gastronomische Treffpunkte, an denen Preis. Leistung und Atmosphäre stimmen.
Ihre Traummaschine?
Kann es nur eine geben?
Braunschweig, 13.08.09 / Mathias Bonn
Eine Broschüre und Schadenformular zum Thema Europäischer Unfallbericht können Sie sich hier downloaden.
Heinrich Buchheister
Westernstr. 2-3
38154 Königslutter
Tel: 05353/8866
Fax: 05353/7832
Öffnungszeiten
Mo-Fr 08.00-12.00
Mo-Fr 15.00-18.00
Unser Tipp
Formulare
Mit unseren Formularen können Sie Ihr Anliegen schnell und komfortabel loswerden.