Picasso: Magie der Grafik |
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Picasso: Magie der Grafik
Sonderausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim

Wann immer man über die größten Künstler der Menschheit spricht, fallen zwangsläufig Namen wie Michelangelo, Dürer, Dali, da Vinci und natürlich Picasso. Anlässlich des 130. Geburtstags des schrägen Genies und ewigen Selbstdarstellers findet noch bis zum 15. April 2012 im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum die Sonderausstellung „Picasso – Magie der Grafik“ statt, auf der das Facettenreichtum des Spaniers in rund 100 Werken auf insgesamt 600 Quadratmetern präsentiert wird.
Lebensgeschichte eines Genies
Dass Picasso ein Ausnahmekünstler war, erkannte die Menschheit – anders als bei vielen seiner Kollegen – schon zu Lebzeiten. Sogar Picassos Vater, selbst Maler, soll seinem Sohn einst seine Farben und Pinsel überreicht haben und ab diesem Tag nicht mehr gemalt haben, da er erkannte, dass er nie an seinen Sprössling heran reichen kann. Doch nicht immer war man dem exzentrischen Künstler wohlgesonnen: So hieß es zeitweise sogar „Picasso ins Irrenhaus!“. Auch die Nationalsozialisten wussten seine Kunst nicht zu schätzen und erteilten Ausstellungsverbot. Heutzutage wird Picasso jedoch als Vorreiter der Moderne gefeiert und seine Werke in aller Welt als das anerkannt, was sie sind: Große Kunst.
Vielfältige museumspädagogische Angebote
Im Roemer- und Pelizaeus-Museum können Kunstfreunde und solche, die es werden wollen, in drei nebeneinanderliegenden Räume unterschiedliche Techniken des Jahrhundertgenies auf sich wirken lassen: Ob Radierung, Linolschnitt oder Lithografie – die Experimentierfreude des Künstlers wird in seiner vollen Bandbreite deutlich. Die Ausstellung zeigt: Pablo Picasso, der in seinem Leben Schätzungen zufolge 50000 Grafiken, Zeichnungen, Gemälde und Keramiken anfertigte, kann und sollte nicht nur auf seine berühmte „Friedenstaube“ oder sein Gemälde „Guernica“ reduziert werden. Neben den regulären Führungen bietet die Sonderausstellung vielfältige Angebote, um das Phänomen Picasso besser begreiflich zu machen: Unter dem Titel „Kunst fürs Publikum“ werden die Verknüpfungen zwischen Picassos über 80 Varianten der Friedenstaube und seinem druckgrafischen Schaffen aufgezeigt. Die Führung „Wie wurde aus Pablo 'der Picasso'“ beleuchtet die Künstlerpersönlichkeit in allen Facetten.
Sonderveranstaltungen
Im Rahmenprogramm der Picasso-Ausstellung finden außerdem einige interessante Sonderveranstaltungen statt: So können Schülerinnen und Schüler am 27. Januar am „Forscher-Gewinn-Spiel“ teilnehmen. An diesem Tag, an dem die Schulzeugnisse ausgegeben werden, erhalten Kinder unter Vorlage ihres Ausweises freien Eintritt und beantworten Fragen, deren Antworten sie in der Ausstellung finden. Am 6. Februar berichtet Dr. Rene Hirner aus Heidenheim von den „Metamorphosen der Stierkampfmotivik in Picassos Werk“ und am 27. Februar hält Prof. Dr. Dr. Claus-Arthur Scheier aus Braunschweig einen Vortrag mit dem Titel „Du kannst dich deiner eigenen Epoche nicht entziehen – Picasso und das Kunstdenken der klassischen Moderne“. Der Beginn der Vorträge ist jeweils um 19.30 Uhr.
Am 21. Januar gibt es außerdem ein „Picasso-Spezial“. Nach einem Aperitif im Foyer des Museums, werden Sie 45 Minuten durch die Sonderausstellung „Picasso – Magie der Grafik“ geführt. Anschließend folgt ein kalt-warmes Buffet im Dachpavillon.
Werke aus dem Kunstmuseum Heidenheim
Möglich wurde die ungewöhnliche Picasso-Ausstellung durch das Engagement der Sparkasse Hildesheim, die sich unter dem Projektnamen „S-Kunst – Die Besten zu Gast“ im Laufe der Jahre eine beachtliche Kunstsammlung zulegte und diese in einer Dauerausstellung in den eigenen Räumlichkeiten zeigt. Für „Picasso – Magie der Grafik“ tauschte die Sparkasse ihre Baselitz-Sammlung zeitweise mit den Picasso-Werken des Kunstmuseums Heidenheim. Unter der neuen Dachmarke „S-Kunst – Die Besten zu Gast“ sollen solche besonderen Ausstellungen auch in Zukunft nach Hildesheim geholt werden.
Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.rpmuseum.de.
Hannes Graubohm für SUBWAY Medien / Fotocredit: VG Bild-Kunst

