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Springreiter Marcus Ehning hat die WM in Kentucky im Blick 
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Marcus Ehning

Springreiter Marcus Ehning hat die WM in Kentucky im Blick

Er ist derzeit Deutschlands bester Springreiter:  Marcus Ehning (35), der zu den Favoriten der Löwen-Classics gehört. Vier Pferde hat er in diesem Jahr mit nach Braunschweig gebracht. Im Blick hat der Weltranglisten-Dritte auch die WM der Springreiter in den USA, die Ende September in Kentucky stattfindet.

Sie sind seit vielen Jahren Stammgast in Braunschweig. Wie kommt das?

Es ist ein gutes Turnier, das in meinen Turnierkalender passt. Bei den Löwen Classics herrscht immer eine freundliche Atmosphäre, es ist sehr persönlich.


Auch sportlich haben Sie durchaus gute Erinnerungen an das Turnier.. .

Ja, 2007 habe ich auf Küchengirl den Großen Preis gewonnen.


Sie sind Team-Olympia-Sieger, dreifacher Europameister und zweimaliger Weltcup-Sieger. Woher ziehen Sie Woche für Woche die Motivation, bei Turnieren zu starten?

Das ist mein Beruf, mit dem ich meine Brötchen verdiene. Deshalb muss ich dafür sorgen, dass ich meine Pferde in Form halte.

Haben Sie die WM dieses Jahr in Kentucky im Blick?

Ja, auf alle Fälle. In den letzten Monaten habe ich gezeigt, dass ich sehr gut in Form bin. Natürlich muss man auch hoffen, dass die Pferde bis dahin gesund bleiben. Aber ich gehe die ganze Sache entspannt an und mache mich da auch nicht verrückt.

Das Jahr 2009 war nicht einfach für den Reitsport. Der Fall Kutscher, die Aussagen von Ludger Beerbaum – plötzlich sahen sich alle Sportler einem Generalverdacht ausgesetzt. Wie sehr hat Sie das geärgert?

Sicherlich ärgert einen das. Man hatte immer das Gefühl, verurteilt zu werden, ohne etwas getan zu haben. In meinen Augen wurde da aber auch von unserer Föderation zu wenig Aufklärungsarbeit geleistet. Nationale Verbände und internationaler Verband sollten eine einheitliche Linie fahren, auch bei Sanktionen. Stattdessen hat die FN vieles im Alleingang gemacht.

Marcus Ehning

Hatten die provokativen Aussagen von Ludger Beerbaum denn nicht auch einen positiven Aspekt? Ist dadurch der Öffentlichkeit nicht vor Augen geführt worden, dass eine unerlaubte Medikation noch lange nicht mit Doping gleichzusetzen ist?

Das ist ja leider nicht passiert. Es wurde fast immer nur über Doping gesprochen, man ist immer davon ausgegangen, dass wir unsere Tiere pushen wollen. Dabei wollen wir den Pferden meist nur etwas Gutes tun. Im Gegensatz zum Menschen kann man so ein Pferd halt nun mal schlecht fragen, ob es Kopfweh hat. Insofern war es wichtig, dass diese Dinge einmal auf den Tisch gekommen sind.


Copyright: Christian Schiebold für die BZ/ Fotos: Rudolf Flentje                                         12.03.2010

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