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Aktuelle Studie zur Einbruchsicherheit
Weniger schützen ihre Wohnung vor Einbruch
Mit über 108.000 Fällen blieb die Anzahl der Einbruchdiebstähle laut Bundeskriminalamt 2008 etwa auf Vorjahresniveau (erfasste Fälle in Niedersachsen insgesamt: 10.280; Versuche 37,4 %). Mit einem Plus von 7,1 Prozent stiegen jedoch bundesweit deutlich die Fälle von tagsüber begangenen Wohnungseinbrüchen. Obwohl besonders am Tag die Gefahr für die Diebe hoch ist, entdeckt zu werden, haben sie häufig Erfolg. „Dabei würden schon einfache Hürden an Türen und Fenstern reichen, um Einbrecher abzuschrecken“, erklärt Ingo Schiel, Schadenverhütungsexperte der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Entscheidend seien die ersten fünf Minuten. „Schafft es der Täter nicht, in dieser Zeit einzusteigen, lässt er oft von seinem Vorhaben ab.“ Eine repräsentative Studie der Psychonomics AG im Auftrag der Öffentlichen ergab jedoch, dass die Zahl derer, die keine Vorkehrungen treffen, steigt: Waren es 2009 noch 54 Prozent, sind es 2010 sogar 57 Prozent der Befragten.
Bei denjenigen, die sich aktiv schützen, stehen ganz oben auf der Liste abschließbare Terrassentüren (15 Prozent) und Fenster (16 Prozent). Allerdings nutzt das wenig, wenn nicht alle Eingänge gleichermaßen gesichert werden. Oftmals lassen sich Keller- oder Eingangstüren ganz einfach aufhebeln. „Jede Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil – selbst ein massiver Sperrbügel ist nutzlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen“, so Schiel. Effektiv sind Alarmanlagen, die allerdings mit gerade einmal 7 Prozent wenig verbreitet sind.
Einfamilienhäuser sind oft besser geschützt
Bei steigenden Einkommen wächst die Bereitschaft, Einbrüchen vorzubeugen. So treffen über die Hälfte der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2.500 Euro pro Monat Sicherheitsvorkehrungen. Bei Haushalten mit geringerem Einkommen ist es nur etwa jeder Dritte. „Das hängt zum einen sicher mit den höheren Werten im Haushalt zusammen, aber vor allem mit dem großen Anteil an Hausbesitzern in dieser Einkommensgruppe“, erläutert Ingo Schiel. So haben Einfamilienhäuser generell ein höheres Einbruchrisiko. Eigenheimbesitzer sind denn auch Gruppe, die am stärksten Vorsorge trifft: Zwei Drittel beugen gezielt Einbrüchen vor.
Erhöhte Gefahr besteht auch bei Erdgeschosswohnungen. Hat sich der Einbrecher allerdings erst einmal Zugang zum Hausflur verschafft, macht es keinen Unterschied mehr, in welchem Stock die Wohnung liegt. Deshalb sollten auch in Mehrfamilienhäusern Wohnungstüren immer mit Sicherheitsschlössern geschützt werden. Bei alledem gilt nach wie vor: Das beste Schloss nutzt nichts, wenn Türen oder Fenster beim Verlassen der Wohnung nicht geschlossen werden. Fenster deshalb niemals gekippt lassen – auch wenn es nur für fünf Minuten zum Bäcker geht. Im Urlaub sollten Nachbarn zudem regelmäßig den Briefkasten leeren und die Rollläden herauf und herunter lassen.
Expertenrat gefragt
Das Angebot an Schutzvorrichtungen ist vielfältig und die Qualitätsunterschiede sind groß; deshalb ist Expertenrat gefragt. In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Braunschweig bietet die Öffentliche ihren Kunden eine kostenlose Beratung an. Den Einbau der Sicherheitssysteme übernimmt dann am besten die Fachfirma.
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