Erfolgreiche Jahresbilanz 2006 |
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Erfolgreiche Jahresbilanz 2006
Öffentliche wächst weiter, erneut sehr gutes Ergebnis
Mit einem Ergebnis von knapp 44 Millionen Euro nach Steuern knüpft die Öffentliche Versicherung Braunschweig an die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre an. „Unsere Planungen für 2006 haben wir damit weit übertroffen. Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, resümiert Vorstandsvorsitzender Michael Doering. Sehr gut sei die Entwicklung ebenfalls bei den gebuchten Bruttobeitragseinnahmen, die von 338,4 auf 345,4 Millionen Euro gestiegen sind. „An dieser erfreulichen Entwicklung hat unser Vertrieb einen sehr großen Anteil. Mehr als 500 qualifizierte Mitarbeiter kümmern sich bereits um die Belange der Kunden und in diesem Jahr sollen es noch mehr werden“, berichtet Doering. Schon 2006 kamen 30 neue Vertriebspartner, Vertriebsassistenten und Kundenberaterinnen hinzu. Zurzeit sucht das Unternehmen 10 selbstständige Vertriebspartner, 20 Vertriebsassistenten und 10 Kundenberater im Angestelltenverhältnis sowie 10 Auszubildende im Vertrieb. „Wir stellen qualifizierte Nachwuchskräfte ein und freuen uns auf Bewerbungen und neue Partner, die an unserem künftigen Wachstum partizipieren möchten“, bekräftigt Doering.
Erfreulich ist die Entwicklung aber nicht nur im selbst abgeschlossenen Geschäft für das eigene Risiko, sondern auch in der Vermittlung an die Kooperationspartner Union Krankenversicherung und Roland Rechtsschutz. Ebenfalls sehr erfolgreich war erneut die Zusammenarbeit mit den Partnern DEKA und Braunschweigische Landessparkasse sowie der LBS. Damit tritt die Öffentliche Versicherung Braunschweig als Vollsortimenter am Markt an und die Vertriebspartner stehen als Rundumansprechpartner in allen Finanzfragen für die Kunden zur Verfügung.
„Der Erfolg in diesem Jahr beruht unter anderem auf den sehr guten Kapitalanlageergebnissen sowie einer hervorragenden Vertriebsleistung und wird durch ein normal verlaufenes Schadenjahr gestützt“, erläutert Doering. Dafür habe man im Januar 2007 allein durch den Orkan „Kyrill“ rund 20.000 Schadenmeldungen bekommen, von denen mehr als 75 Prozent bereits abschließend bearbeitet sind. Die Gesamtschadensumme liegt bei rund 17 Millionen Euro, wobei der Durchschnittsschadenaufwand 800 Euro beträgt. „Die Bewältigung des enormen Arbeitsaufwands und die sehr gute Erledigungsquote haben wir durch eine bewährte Krisenbewältigungsorganisation im Haus, durch das neue SAP-Schadensystem mit elektronischer Akte, durch Aushilfen und eine außerordentliche Arbeitsleistung der Mitarbeiter im Innendienst sowie bei den Vertriebspartnern erreicht“, resümiert Doering.
Entwicklung des Marktes
Die deutsche Versicherungswirtschaft konnte im Jahr 2006 nur eingeschränkt an der verbesserten konjunkturellen Grundstimmung partizipieren. Stagnierende Realeinkommen und eine bei vielen Bürgern verbreitete Unsicherheit begrenzten die Wachstumsspielräume. Im Kompositbereich wirkten sich zudem der hohe Grad der Marktdurchdringung sowie der intensive Preiswettbewerb negativ auf die Umsatzentwicklung aus. In Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen ist die Versicherungswirtschaft mit dem Geschäftsergebnis 2006 dennoch zufrieden.
Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen der 454 GDV-Mitglieds-unternehmen 2006 um 2,3 Prozent auf 161,6 Milliarden Euro. Das Wachstum wurde einmal mehr von der Personenversicherung getragen. Die Lebens- und die privaten Krankenversicherer trugen mit einem Beitragsplus 4,1 bzw. 4,0 Prozent zur Umsatzentwicklung bei. In der Schaden- und Unfallversicherung minderten sich die Beitragseinnahmen mit einem Minus von 0,9 Prozent nicht so stark, wie noch letzten Herbst erwartet.
Gesundheitsreform
Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben in der gesetzlich verankerten Sozialversicherung öffnet sich immer mehr. Jährlich wird ein immer höheres Defizit ausgewiesen. Das zeigt, dass kostendämpfende Maßnahmen durch Gesundheitsreformen jeweils nur kurze Atempausen verschaffen. Für die Gesundheitsreform hatte sich die Gesundheitsministerin vorgenommen, sowohl die Einnahmenseite als auch die Ausgabenseite unter die Lupe zu nehmen. Hauptansatzpunkt muss die langfristige Sicherung der Finanzierung des Gesundheitswesens sein. Diese ist durch die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts, durch die Veränderung der Bevölkerungsstruktur und durch die daraus folgende Abnahme des Anteils der Erwerbstätigen und die Zunahme des Anteils der Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung, die schon heute nur noch zu gut 41 Prozent die von ihnen verursachten Kosten tragen, in eine enorme Schieflage geraten.
Diese Probleme können nur bewältigt werden, wenn sich der Sozialstaat künftig stärker um eine angemessene Lastenverteilung zwischen den Generationen kümmert. Durch das Umlageverfahren werden zunehmend die nachwachsenden Generationen belastet. Um das zu ändern, müssen Leistungsteile aus der Umlagefinanzierung in ein kapitalgedecktes System überführt werden. Werden keine Änderungen an diesem Verhältnis vorgenommen, steigt das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung weiter an. Dies besonders vor dem Hintergrund, dass der Anteil der über 65-jährigen immer größer wird und die Lebenserwartung steigt.
Versicherungsvermittler-Richtlinie
Genau am heutigen Tag tritt die neue Versicherungsvermittler-Richtlinie in Kraft. Versicherungskunden profitieren von ihr vor allem durch mehr Transparenz, klarere Qualitätsanforderungen an die Berater und eine schriftliche Dokumentation der Beratung.
„Was der Kunde von der Reform bereits bei seinem nächsten Besuch in der Versicherungsagentur wahrnehmen wird, ist die umfassendere Beratungs- und Dokumentationspflicht. Beim Erstgespräch wird er, so will es künftig der Gesetzgeber, als erstes über den Status seines Gegenübers informiert. Er erfährt also unter anderem, ob ihn ein Makler oder ein Versicherungsvertreter berät und für welche Versicherungsunternehmen dieser regelmäßig vermittelt“, erklärt Doering.
Beim Beratungsgespräch gilt es dann, den Kunden nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu befragen, ihn aber auch auf Lücken in seinem Versicherungsschutz hinzuweisen. Bei einem konkreten Angebot müssen Makler und Mehrfachagenten auch offenlegen, bei welchen Versicherern sie angefragt haben. Der Versicherungsvertreter muss den Kunden über die Vertragsbestimmungen und die allgemeinen Versicherungsbedingungen informieren, bevor dieser den Vertrag erhält. Für den Kunden soll das Beratungsgespräch so transparenter und das Vorgehen des Beraters besser nachvollziehbar werden. „Auf eine intensive und bedarfsorientierte Beratung legen wir schon lange wert. Nun zwingt die Beratungspflicht alle Versicherungsvertreter zu einer gründlichen Risikoanalyse und Beratung der Kunden. Sollte ein Berater nicht auf die individuellen Bedürfnisse eingehen und sich weigern seine Arbeitsweise und die Produkte genau zu erläutern, empfehle ich Kunden die Agentur oder den Makler zu wechseln“, bekräftigt Doering.
Die neue Richtlinie sieht zusätzlich bei einem Abschluss eine Dokumentationspflicht vor: Das Beratungsgespräch wird im Anschluss vom Vermittler schriftlich zusammengefasst. Dabei muss der Vertreter nicht nur die Bedarfsanalyse und die Kundenwünsche notieren, sondern auch seine Gründe für jeden zu einem bestimmten Versicherungsprodukt erteilten Rat. Auch die Dokumentation sollte der Kunde vor Vertragsabschluss erhalten. So kann er in aller Ruhe seine Entscheidung treffen. Sollte es später zu Konflikten kommen und der Kunde das Gefühl haben, dass er beim Abschluss der Versicherung falsch beraten wurde, hilft die Dokumentation dem Gericht oder dem Ombudsmann bei der Klärung des Falls.
Auch in Sachen fachlicher Kompetenz herrscht mehr Sicherheit für Verbraucher: Zukünftig müssen sich Versicherungsmakler und –vertreter bei ihrer IHK registrieren lassen. Dabei wird im Rahmen des sogenannten Sachkundenachweises auch die Qualifikation geprüft. Bei der Öffentlichen wird traditionell auf die hohe Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb Wert gelegt. „Unsere Kunden können sich auf unseren kompetenten Rat verlassen. Mit einem umfassenden Angebot an Schulungen und Weiterbildungen sorgt unser Unternehmen dafür, dass die Kundenberater der immer auf dem neuesten Stand sind“, erklärt Doering.
Versicherungsvertragsgesetz
Das geltende Versicherungsvertragsgesetz (VVG) stammt aus dem Jahre 1908. Es wird den Bedürfnissen eines modernen Verbraucherschutzes nicht mehr vollständig gerecht. Punktuelle Änderungen oder Ergänzungen reichen nicht mehr aus, um das Gesetz zu reformieren; eine Gesamtreform ist auch aus Sicht der Versicherungsunternehmen erforderlich. Wichtige Bereiche dieser Reform sind die Beratungs-, Aufklärungs- und Informationspflichten der Versicherer, die Schaffung gesetzlicher Mindeststandards für einzelne Versicherungszweige.
„Wir unterstützen grundsätzlich Überlegungen für eine transparente Reglementierung der Überschussbeteiligung und eine angemessene Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven", erläutert Doering. Zudem gebe es bei den Rentenversicherungsprodukten des Unternehmens bereits heute verteilte Abschlusskosten. Damit sei man bereits heute kundenfreundlicher als im Gesetz verlangt.
Öffentliche Sachversicherung
Das Ergebnis in der Sachversicherung konsolidierte sich mit 22,7 Millionen Euro nach Steuern auf hohem Niveau (Vorjahr 28,8 Millionen Euro). Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen sanken von 220,5 auf 214,7 Millionen Euro. „Dieser Rückgang um knapp 3 Prozent liegt etwas über dem Marktdurchschnitt und ist vor allem mit den sinkenden Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtversicherung zu erklären. Hier haben wir 5,6 Prozent eingebüßt“, erläutert Vorstand Dr. Bernd Höddinghaus.
Insgesamt ist der Markt bei den Kraftfahrtversicherungen hart umkämpft. Die Wechselbereitschaft der Kunden, bei der Aussicht, Geld sparen zu können, ist hoch. „Dabei zeigt sich die Güte einer Autoversicherung oft erst im Schadensfall. Günstige Beiträge allein sollten kein Entscheidungskriterium sein“, erklärt Dr. Höddinghaus. Zumal man bei der Öffentlichen mit dem richtig kalkulierten, individuellen Tarif auch sparen könne. „Unsere Marketingkampagnen „Groß Sparen“ und aktuell die „Spargemeinschaft“ haben viele Kunden dazu bewogen, ihre bestehenden Verträge zu prüfen und auf aktuelle Konditionen umzustellen“, berichtet Dr. Höddinghaus.
In der gesamten Sachversicherung stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle von 135 auf 139 Millionen Euro. „Das ist sehr moderat und gibt keinen Anlasse zur Klage. 2007 wird dies anders aussehen, da allein durch den Orkan „Kyrill“ Schadenzahlungen in Höhe von mehr als 16 Millionen Euro auf uns zukommen“, berichtet Dr. Höddinghaus. Rund 20.000 Schäden seien gemeldet worden.
Erfreulich ist, dass sowohl in der Kraftfahrtversicherung als auch in der gesamten Schadenunfallversicherung positive versicherungstechnische Ergebnisse erzielt wurden. Erneut wird aus dem Ergebnis der Sachversicherung eine Rückzahlung an die Kunden im Geschäftsjahr 2007 von zehn Millionen Euro und eine Eigenkapitalstärkung von rund zehn Millionen Euro generiert. Die Eigenmittel der Öffentlichen Sachversicherung Braunschweig betragen damit rund 240 Millionen Euro. Die Vertragszahlen bewegen sich konstant bei etwa 1,12 Millionen.
Deutlich erhöht hat sich die Solvabilitätsquote. Lag sie im Jahr 2005 bei 471,5 Prozent, so verzeichnet das Unternehmen jetzt eine Überdeckung von 515,4 Prozent. „Diese Zahl zeigt mehr als deutlich, dass unsere Kunden einem sehr sicheren und gut aufgestellten Unternehmen vertrauen“, bekräftigt Dr. Höddinghaus.
Ausblick 2007
„Wir hoffen sehr, dass „Kyrill“ der einzige Schaden dieser Größenordnung im laufenden Geschäftsjahr bleibt. Über bestehende Rückversicherungen werden die Auswirkungen der Orkanschäden auf das versicherungstechnische Ergebnis reduziert“, berichtet Dr. Höddinghaus.
Das Jahreswechselgeschäft in der Kraftfahrtversicherung zeigt eine deutlich positive Tendenz. Auf dieser Basis und mit gut kalkuliertem neuen Tarif strebt das Unternehmen einen Zugewinn an Marktanteilen an. „Auch wenn es für uns schwierig ist, weiter zu wachsen, da wir ein begrenztes Geschäftsgebiet und bereits einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent haben, setzen wir alles daran, unser Geschäft zu steigern“, erklärt Dr. Höddinghaus. So gehe man auch davon aus, eine gleichbleibende Beitragseinnahme verzeichnen zu können, während der Markt 2007 voraussichtlich erhebliche Rückgänge hinnehmen muss.
Insgesamt werden die Beitragseinnahmen in der Sachversicherung 2007 voraussichtlich leicht zunehmen. Mit einem Ergebnis, das über den Planungen liegt, ist ebenfalls zu rechnen.
SAP-Policy-Management
Auf dem deregulierten Versicherungsmarkt hat sich der Produktentwicklungsprozess zu einem strategischen Erfolgsfaktor entwickelt. Versicherungen müssen den Weg von der Produktentwicklung bis zur Verwaltung im Bestandssystem „just in time“ vollziehen können. Kurze Entwicklungs- und Simulationsphasen sichern die Wettbewerbsfähigkeit. Der Prozess der Produktentwicklung muss es allen Beteiligten ermöglichen, ihre Produktanforderungen in ein gemeinsames Modell einbringen zu können. Die Abkehr von reinen Spartenprodukten und Bestandsführungen hin zu ganzheitlichen Lösungen für Kunden stellt hohe Anforderungen an eine Software zur Produktentwicklung und –vewaltung.
Neben diesen Anforderungen der flexiblen Produktgestaltung und schnellen Reaktionszeiten auf Marktveränderungen sollte die Produktverwaltung innerhalb eines unternehmensweiten Systems möglichst konsistent und ohne unnötige Redundanzen möglich sein.
Als logische Konsequenz der bisherigen IT-Bebauung mit überwiegend SAP-Standardsoftware entschied man sich letztlich für das SAP Policy-Management. Wie bei den vorangehenden SAP-Implementierungen Claims Management und CRM übernahm die Öffentliche auch hier wieder die Vorreiterrolle in der deutschen Versicherungswirtschaft.
Positive Entwicklung der Kapitalanlagen
Das Management der Kapitalanlagen ist von unabhängigen Experten für sehr gut befunden worden. Hier nimmt die Öffentliche mit dem praktizierten Risikocontrolling im Vergleich zu anderen Unternehmen eine herausragende Stellung ein. Das Unternehmen hat ein langfristiges, stabiles, prognoseunabhängiges Anlagekonzept, dass durch die besten Investmentmanager umgesetzt wird.
Die hervorragenden Ergebnisse der vergangenen Jahre bestätigen diese Investmentkonzeption. Seit 2003 erzielte die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig jährlich eine Nettorendite zwischen 5,5 Prozent und 6,6 Prozent. Der Marktdurchschnitt lag in diesem Zeitraum nur zwischen 4,7 Prozent und 5,2 Prozent. Die Öffentliche Sachversicherung Braunschweig erzielte im gleichen Zeitraum ebenfalls überdurchschnittliche Nettoverzinsungen. Unter Einbeziehung der Reserveänderungen glänzt die Sachversicherung mit Marktwertrenditen von durchschnittlich 9,3 Prozent und liegt damit an der Spitze der deutschen Versicherungsbranche. Wesentlicher Aspekt bei der Bewertung der erzielten Performance ist die Tatsache, dass sämtliche Ampeln der Risikosteuerung jederzeit „im grünen Bereich“ waren, d.h. die dauerhafte Erfüllung der Leistungsversprechungen gegenüber dem Kunden jederzeit gewährleistet war.
Mit einer Nettorendite von 5,5 Prozent hat die Öffentliche Lebensversicherung ein sehr gutes Kapitalanlageergebnis erwirtschaftet. Die gesamten Kapitalanlagen belaufen sich auf mehr als 1,2 Milliarden Euro. Aufgrund der sehr hohen Überschüsse konnte die Sicherheitslage der Lebensversicherung dauerhaft gestärkt werden.
Das Kapitalanlageergebnis bei der Sachversicherung in Höhe von über 27 Millionen Euro trägt mit einer Nettorendite von 5,1 Prozent wesentlich zum Gesamtergebnis bei. Hier konnte die Öffentliche wiederum davon profitieren, dass man zu den eigenkapitalstärksten Gesellschaften in Deutschland zählt.
Öffentliche Lebensversicherung
Das Ergebnis der Öffentlichen Lebensversicherung liegt bei rund 21 Millionen Euro. „Damit wird das Vorjahresniveau von 33 Millionen Euro zwar nicht erreicht, aber dieser Wert stellte aufgrund von außerordentlichen Erträgen und überdurchschnittlich hohen Zuschreibungen bei den Kapitalanlagen ein absolutes Ausnahmeergebnis dar“, erläutert Vorstand Thomas Krüger. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen in der Lebensversicherung stiegen von 118 auf über 130 Millionen Euro. Das Wachstum der Lebensversicherung ist mit fast 11 Prozent Steigerung etwa drei mal so hoch wie im Marktdurchschnitt, der zwischen drei und vier Prozent liegt.
Der Neugeschäftsbeitrag wächst von 26,9 auf 44,1 Millionen Euro; davon der Einmalbeitrag von 21 auf 36,3 Millionen Euro. Erfreulich ist die Anzahl der Riesterneuverträge, die auf 2600 gestiegen ist (Vorjahr 2100). Damit hat die Öffentliche Lebensversicherung etwa 14.100 Riesterkunden im Bestand. Dies entspricht einem Marktanteil von etwa 25 Prozent. „Sehr gut angenommen wurde unser neues Produkt, die Sterbegeldversicherung. Im Oktober eingeführt, haben wir bis Jahresende bereits mehr als 1500 Verträge abschließen können“, berichtet Krüger. Der Gesamtbestand der Verträge wuchs um knapp 2 Prozent auf rund 141.000.
„Wer bei der Öffentlichen in der Vergangenheit eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, konnte sich auch bei wechselhafter Lage an den Kapitalmärkten auf eine sichere und hohe Verzinsung verlassen“, bekräftigt Krüger. Eine hohe Eigenmittelausstattung nach Solvency I sowie den Tests nach Solvency II bietet den Kunden Sicherheit, aber auch Chancen für steigende Renditen.
Ausblick 2007
„Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der Vorjahre haben wir die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung und Rentenversicherung 2007 erhöht“; berichtet Krüger. Die Gesamtverzinsung wird von derzeit 4 auf 4,1 Prozent steigen. Trotz eines weiterhin stark schwankenden Kapitalmarktes wird so eine hohe Planbarkeit für die persönliche Vorsorge der Kunden erreicht. „Diese Verzinsung erhöht sich zum Ablauf eines Vertrages durch die Schlussüberschussbeteiligung auf bis zu 5,5 Prozent“, erläutert Krüger. Man rechne damit, dass nach den tiefgreifenden Reformen in der Altersvorsorge jetzt etwas ruhigere Zeiten einkehren werden. Daraus könnte für 2007 eine Normalisierung der Geschäftsentwicklung in der Lebensversicherung resultieren. „Allerdings wird die Nachfrage nach privaten Rentenversicherungen, besonders im Hinblick auf die Diskussion um die Rente mit 67, weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben“, ist sich Krüger sicher. Zudem trage man seit Jahresanfang mit einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung den Kundenwünschen Rechnung. „Jetzt kann jeder Kunde für sich entscheiden, ob er ausschließlich seine Arbeitskraft absichern möchte oder diesen Schutz mit dem Vermögensaufbau für den Ruhestand in Form einer Lebens- oder Rentenversicherung verknüpft“, erläutert Krüger. Bisher werde der am Jahresanfang eingeführte Tarif gut angenommen.
Eine veränderte Neugeschäftsstruktur führt 2007 zu leicht sinkenden laufenden Beitragseinnahmen, allerdings mit deutlich längeren Laufzeiten. Das Einmalbeitragsgeschäft wird wieder auf hohem Niveau liegen. Die sehr guten Ergebnisse des Vorjahres sowie ein erwartet gutes Ergebnis 2007 lassen bei der Überschussbeteiligung hoffen.
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