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Neue Gesellschaft gegründet
Facility Management GmbH der Öffentlichen startete zum Jahresanfang: Bereits Ende 2002 startete die Öffentliche Versicherung Braunschweig ein Projekt zur Neuordnung verschiedener Geschäftsbereiche. Kernüberlegung war, die ehemaligen Bereiche Verwaltung und Immobilien zu einem modernen Facility Management zusammenzuführen. "Der vorläufig letzte Schritt in diesem Projekt war die Ausgliederung des Bereiches in eine wirtschaftlich selbstständige Einheit - die Facility Management GmbH", berichtet Öffentliche-Vorstand Thomas Krüger. Seit Anfang 2007 agiert das Unternehmen eigenständig am Markt. Alle Mitarbeiter sind in die neue GmbH übergeleitet worden.
"Für uns wird es künftig immer wichtiger werden, die nicht versicherungsnahen Bereiche neu aufzustellen und dadurch neue Geschäftsfelder zu erschließen", erläutert Krüger. Als selbstständige Einheiten könnten die ausgegründeten Gesellschaften wie beispielsweise die EDV auch den Drittmarkt bedienen. Vorhandene Ressourcen können so besser genutzt werden.
Durch die Ausgliederung hat die neue Gesellschaft die Möglichkeit sich an dem FM-Wettbewerbern auszurichten, Erträge aus Drittmarktgeschäft zu erzielen und eine fm-gerechtere Tarifplattform für Neueinstellungen zu schaffen. Damit einher geht eine Kostenreduktion für die Öffentliche.
Die Bewirtschaftung und Verwaltung von Gebäuden ist ein Markt mit guten Zukunftsperspektiven. Anbieter von Dienstleistungen dieser Art sind in Braunschweig und der Region eher rar. "Darin haben wir eine große Chance für uns gesehen, denn mit unseren qualifizierten Mitarbeitern können wir auch auf dem freien Markt agieren und Facility-Management-Leistungen anbieten", berichtet Ulrich Müller, Geschäftsführer der neu gegründeten Öffentliche-Facility-Management-GmbH. Bisher waren die rund 70 Mitarbeiter der neuen Gesellschaft für die Gebäude und Liegenschaften der Öffentlichen Versicherung Braunschweig zuständig und kümmerten sich um deren Bewirtschaftung. "Das gehört aber nicht zum eigentlichen Kerngeschäft eines Versicherungsunternehmens und im Zuge der Konzentration auf die versicherungsnahen Bereiche sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Ausgründung sinnvoll ist", umreißt Müller die Beweggründe.
Liegenschaften, Gebäude oder ähnliches sind ein wesentlicher Teil der Infrastruktur eines Unternehmens und damit eine wichtige Basis für ihr wirtschaftliches Handeln. Die Werterhaltung der Immobilie und die effektive Bewirtschaftung aller Sekundärtätigkeiten sind komplexe Prozesse. In der Regel gehören diese Prozesse nicht zum Geschäftszweck eines Unternehmens.
Viele Unternehmen erkennen die Notwendigkeit zur Konzentration auf das Kerngeschäft. Mit dem Ziel der Kostensenkung werden Grundstücks-, Gebäude und Verwaltungsdienste ausgelagert und an externe Dienstleister vergeben. Häufig können nur Teilbereiche und Teilaufträge von unterschiedlichen Dienstleistern erfüllt werden. Die zu erzielenden Kostensenkungseffekte und andere Vorteile werden dadurch nur teilweise genutzt. Erst die ganzheitliche Betrachtung bringt die angestrebte finanzielle Entlastung bei höherer Kostentransparenz.
"So können wir Kosten senken, effektiver arbeiten, Drittmarktchancen nutzen und letztendlich sogar neue Stellen schaffen", zählt Müller auf. Der Markt dafür sei in der Region auf jeden Fall vorhanden. Allein in der Stadt Braunschweig gibt es mehr als 46.000 Büromitarbeiter auf einer Fläche von fast einer Million Quadratmeter Büroimmobilien. "Professionelle Anbieter im Facility Management gibt es hingegen nur sehr wenige, die sich zudem häufig auf größere Objekte ab 20.000 Quadratmeter konzentrieren", weiß Müller.
Für die neue FM-Gesellschaft spricht die Dachmarke "Öffentliche", der die Menschen in der Region vertrauen. Außerdem werden die einzelnen Abteilungen von hoch qualifizierten Mitarbeitern geleitet. "Wir sind personell sehr gut aufgestellt; vom Handwerksmeister über Kaufleute bis hin zu Ingenieuren sind Fachleute für alle Bereiche des Facility Managements vorhanden", erläutert Müller. So könne man Rundumservice für Immobilien anbieten und Eigentümern die Bewirtschaftung vom Winterdienst über das Energiemanagement bis hin zur Gesamtkostenplanung abnehmen. "Selbst ein Catering für Veranstaltungen wäre mit unserem Team kein Problem", bekräftigt Müller.
Erfahrungen in allen genannten Bereichen hat die GmbH als ehemaliger Bereich der Öffentlichen über viele Jahre gesammelt. Somit ist das Direktionsgebäude des Versicherers und dessen Bewirtschaftung ein wichtiges Referenzobjekt.
"Sollte die Gesellschaft im Drittmarktgeschäft Fuß fassen, was sich heute schon bei vorsichtiger Betrachtung abzeichnet, wird das Facility Management durch seinen direkten Hebel auf die Gewinn- und Verlustrechung der Öffentlichen dazu beitragen, dass der Geschäftsbetrieb Versicherung noch effektiver gestaltet werden kann. Zudem werden Arbeitsplätze in der eigenen Gesellschaft erhalten und gegebenenfalls weitere hinzukommen", resümiert Müller.
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