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Öffentliche Versicherung weiter auf Wachstumskurs

Marktposition ausgebaut

Finanzmarktkrise von der Öffentlichen bisher gut verarbeitet

Positive Geschäftsentwicklung

Mit dem Wachstum der verdienten Bruttobeiträge von 2,3% auf insgesamt ca. 336,3 Millionen Euro hat die Gruppe Öffentliche ihre regionale Marktposition erfolgreich behauptet und ist stärker als die Branche gewachsen.

Die in der Öffentlichen Sachversicherung erzielten Beitrags-einnahmen konnten um 0,7% auf ca. 207,7 Millionen Euro gesteigert werden. Im wettbewerbsintensiven Markt der Schaden-/Unfallversicherung hat die Öffentliche somit ein leicht marktüberdurchschnittliches Wachstum realisieren können. Die Branche konnte hier lediglich ein Plus von 0,4% erreichen. Noch erfolgreicher ist dies der Öffentlichen Lebensversicherung gelungen, die mit einer erzielten Beitragseinnahme von ca. 128,6 Millionen Euro mit 5,0% deutlich stärker als der Markt (+0,9%) zugelegt hat.

„Diese positive Entwicklung ist insbesondere Ausdruck dafür, dass unser Geschäftsmodell der Regionalversicherung im Verbund der deutschen Sparkassenorganisation wirksam greift und das Vertrauen der Kunden in die Versicherung vor Ort mit ihrer klaren Ausrichtung auf die regionalen und individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden ungebrochen ist“, resümiert Vorstandsvorsitzender Michael Doering. Dies drückt sich bei der Öffentlichen Versicherung auch in den guten Vertriebsleistungen aller Vertriebswege aus, die neben den eigenen Agenturen unter anderem auch die Braunschweigische Landessparkasse, mit der die gute Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut wurde, umfassen.

Die marktweit umkämpfte Kraftfahrzeugsparte wird die Öffentliche mit leichten Beitragsrückgängen nahezu stabil gestalten können, und dies, obwohl bereits heute jedes zweite Kraftfahrzeug in der Region bei der Öffentlichen unter Vertrag ist. In diesem Geschäftssegment werden nicht zuletzt wegen der guten regionalen Schadenentwicklung, die Ausdruck der sicheren Fahrleistungen der Autofahrer des Braunschweiger Landes ist, auch in 2008 schwarze Zahlen geschrieben. Zu Beginn des zweiten Quartals 2009 wird die Öffentliche einen neuen, sehr wettbewerbsfähigen und noch kundenorientierteren Kfz-Tarif einführen.

Das Sachversicherungsgeschäft, in dem Beitragszuwächse erreicht werden können, verzeichnet im Jahr eins nach dem Jahrhundertsturm Kyrill wieder ein „normales“ Schadenjahr 2008, so dass sich hier die Ergebnissituation entsprechend entspannen dürfte. Die Unfallversicherung ist 2008 durch die Einführung des Produktes „55plus“ geprägt, was aufgrund seiner zielgruppenspezifischen Ausrichtung sehr gut angenommen wird. Insgesamt konnte 2008 im Bereich der Unfallversicherung im Vorjahresvergleich ein Plus im Neugeschäft von über 20% verzeichnet werden. Dieses sehr gute Ergebnis wurde über alle Vertriebswege erzielt, im Wesentlichen gestützt durch die Vertriebspartner der Öffentlichen.

Das gesamte Neugeschäft in der Lebens- und Rentenversicherung liegt mit über 24% Zuwachs – nicht zuletzt durch den starken Absatz von Riesterprodukten – deutlich über dem Durchschnitt und damit in der Spitze der Branche. Diese Zahlen zeigen auch, dass die Lebensversicherung in den Zeiten der globalen Finanzmarktkrise eine regelrechte Renaissance erlebt. „Aufgrund der schwierigen Situation ist das Interesse der Kunden an sicheren Vorsorge-produkten deutlich gestiegen. Wir erwarten demzufolge auch keinen Einbruch im Lebensversicherungs- und Rentengeschäft für 2009“, erklärt Vorstandsmitglied Knud Maywald. Die Öffentliche hat auch hier frühzeitig reagiert und bietet mit dem BraunschweigTresor ab 2009 ein Produkt an, das gleich mehrere Vorteile vereint: Sicherheit, Rendite, garantierte lebenslange finanzielle Absicherung für das Alter und nicht zuletzt die Möglichkeit, Steuern zu sparen.

Gegen den Gesamttrend verzeichnete die Öffentliche auch im schwierigen vierten Quartal 2008 keinen Einbruch im operativen versicherungstechnischen Geschäft.

 

Professionelles Kapitalanlagemanagement

Im Rentendirektbestand der Öffentlichen Lebensversicherung werden traditionell keine Risikoinvestments getätigt, sondern lang laufende festverzinsliche Wertpapiere allerhöchster Bonität verwaltet. Diese Wertpapiere haben infolge der Marktentwicklung deutliche Kurswertanstiege erfahren.

Die Öffentliche analysiert die Entwicklungen an den Kapitalmärkten täglich und steuert den Kapitalanlagebereich über ein umfangreiches und professionelles Risikomanagementsystem, welches von der Ratingagentur Assekurata in 2008 wiederum mit „Exzellent“ beurteilt wurde.

Stringentes Kostenmanagement

Die Öffentliche hat sich vorgenommen, die wichtigen Themen der zukunftsorientierten Aufstellung des Unternehmens in einem definierten Kostenrahmen zu gestalten. Durch ein intensives Kostenmanagement gelingt es, trotz der steigenden Kosten aus dem Gehaltstarif für das Versicherungsgewerbe, die notwendigen hohen Investitionen in die Informationstechnologie und die strategische Weiterentwicklung des regionalen Geschäftsmodells zu leisten. Es ist zu erwarten, dass das Kostenniveau des Vorjahres gehalten werden kann.

Vorläufiges Ergebnis

Trotz der weltweiten Finanzmarktkrise ist das voraussichtliche Ergebnis nach Steuern für die Unternehmensgruppe lediglich von 28 Millionen Euro auf 22 Millionen Euro gesunken. Dies ermöglicht der Öffentlichen auch in diesem Jahr eine Stärkung des Eigenkapitals vorzunehmen und darüber hinaus unseren Kunden Beitragrückerstattungen in nennenswertem Umfang gutzuschreiben.

Ratings

Dass die Aufstellung der Öffentlichen erfolgreich und zukunftsorientiert ist, hat wieder die Bewertung in dem kundenorientierten Rating der unabhängigen Agentur Assekurata gezeigt, dem sich die Öffentliche 2008 erneut gestellt hat. Bei diesem unparteilichen, objektiven Branchenvergleich haben sowohl die Öffentliche Sach- als auch die Lebensversicherung das Ergebnis „sehr gut“ erzielt.

Zum siebten Mal in Folge veröffentlichte Assekurata ihren Vergleich der Überschussbeteiligungen in der Lebensversicherung. Die Öffentliche hat trotz der schwierigen Zeiten an den Kapitalmärkten eine nach der Assekurata-Methode attraktive Gesamtverzinsung für ihre Kunden erwirtschaftet: Die Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschusskomponenten liegt für 2009 für die Lebensprodukte bei 5,77% und in der privaten Rentenversicherung bei sehr guten 5,57%. Dies ist ein im Marktvergleich deutlich überdurchschnittlicher Wert. Damit positioniert sich die Öffentliche unter den teilnehmenden Mitbewerbern ganz vorne.

Auch nach der Bewertung des unabhängigen, renommierten Branchendienstes Map-Report erzielte die Öffentliche sowohl in der Sach- als auch in der Lebensversicherung sehr gute Ergebnisse. Dies veranschaulicht die gute Position und Konstanz des Unternehmens im Wettbewerb.

Unternehmensstrategie Öffentliche 21

Um die Öffentliche fit zu machen für die Zukunft und weiterhin sehr gute Noten bei den Ratingagenturen erreichen zu können, ist bereits vor mehreren Jahren eine strategische Neuausrichtung vorgenommen worden. Die Öffentliche reagierte schon früh auf den Trend der Industrialisierung der Versicherungsbranche. Mit dem Strategieprogramm Öffentliche 21 wird die Wertschöpfungskette aufgegliedert und das Versicherungsgeschäft künftig aus folgenden drei Geschäftsprogrammen heraus gesteuert: Produktgeber, Fertiger und Finanzdienstleister. Der Fertiger, verantwortlich für die Vertrags- und Schadenbearbeitung, ist bereits im November 2008 in seiner neuen Struktur erfolgreich gestartet. Der Produktgeber steuert die versicherungstechnischen Risiken sowie das gesamte Anlageportfolio und baut sein erfolgreiches Instrumentarium weiter aus. Der Finanzdienstleister, der für den Vertrieb und dessen Weiterentwicklung verantwortlich zeichnet, arbeitete 2008 intensiv an den Strukturen des ganzheitlichen Beratungsansatzes. „Dabei sind nach wie vor Vertrauen und Kundenbindung wichtige Ziele der Öffentlichen und genießen höchste Priorität. Das erfolgreiche Geschäftssystem der Öffentlichen fußt auch auf dem Prinzip der Regionalität, das sich gerade im Zuge der Finanzkrise erneut bewährt hat“, erläutert Michael Doering.

Zukunftsweisende IT-Strategie

Unterlegt wird die strategische Ausrichtung der Öffentlichen auf die künftigen Markerfordernisse durch den konsequenten Umbau der Informationstechnologie. Die Öffentliche führt als erstes Versicherungsunternehmen weltweit das IT-System SAP Policy Management für die Abbildung seiner Kernprozesse in der Sach- und Kfz-Versicherung ein. „Seit 2008 wird das gesamte Neugeschäft in der Gebäude- und Hausratversicherung mit diesem System bearbeitet. Im Bereich der IT-Innovationen nimmt die Öffentliche seit Jahren einen Spitzenplatz in der deutschen Versicherungsbranche ein“, bekräftigt Vorstandsmitglied Dr. Bernd Höddinghaus. Die Braunschweig-IT GmbH, die spezialisierte IT-Tochter der Öffentlichen, wurde 2008 als eines der ersten Competence-Center-of-Excellence (CCoE) seitens SAP zertifiziert. Die professionelle Ausgestaltung der IT-Prozesse wurde damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Facility Management GmbH

Ein weiterer Baustein in der Aufgliederung der Wertschöpfungskette wurde mit der Ausgründung der Öffentlichen Facility Management GmbH realisiert, die ihr zweites Geschäftsjahr erfolgreich mit einem Gewinn abschließen konnte. Als Dienstleister „rund um die Gebäudeverwaltung“ konnte sie bereits neue Kunden neben der Öffentlichen gewinnen, was zeigt, dass das umfassende Dienstleistungsangebot in diesem Geschäftssegment Chancen bietet und sich am Markt durchsetzt.

Zukunftsweisende Personalpolitik

Den wesentlichen Erfolgsfaktor im Rahmen der strategischen Neuausrichtung, die Personalpolitik, hat die Öffentliche strukturell in Angriff genommen. Mit der Durchführung der bundesweit ersten Studie „Ausbildungsatlas“, die sich mit der künftigen Ausbildungssituation und Qualifizierung von Nachwuchskräften in der Versicherungs- und Finanzbranche beschäftigt, unterstreicht die Öffentliche ihren Anspruch, in der Personalpolitik zukunftsweisende Strukturen zu schaffen. Verschiedene Angebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurden eingerichtet und der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über ein ausgeweitetes Weiterbildungsangebot ein noch größerer Stellenwert gegeben.

Die Öffentliche ist sich ihrer Verantwortung als großer regionaler Arbeitgeber bewusst. Im Jahr 2009 und den folgenden vier Jahren wird das Unternehmen, trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland und in der Finanzbranche, pro Jahr 40 zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten – also insgesamt 200 weitere Ausbildungsplätze schaffen. Ziel der Öffentlichen ist es, diese in Vollzeitarbeitsplätze münden zu lassen, um den entscheidenden regionalen Wettbewerbsvorteil, die Nähe zu ihren Kunden, noch wirksamer nutzen zu können.

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